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BURN OUT
(Teil 3)
Was
machen Lehrer (manchmal) in den Ferien? – Akutbehandlung in der
Habichtswaldklinik
Kennen Sie eigentlich schon Teil 1
dieser Serie? Nein-
dann klicken Sie sich rein:
Burnout
und den 2. Teil finden Sie unter:
Habichtswaldklinik Kassel und VW Baunatal
-
Burnout
(2)
Wenn
die meisten Ferien haben, ist Hochbetrieb auf der Psychosomatischen
Abteilung der Habichtswaldklinik in Kassel. In den Sommer- und
Herbstferien sind ca. 50% der Patienten Lehrerinnen und Lehrer, die in
ihrem Beruf ausgebrannt sind (Burn out) und deshalb dringend
Hilfe in einer Klinik suchen.
Dass
sie dies in der Habichtswaldklinik tun, liegt an dem guten Ruf, den die
Klinik bundesweit hat. Ein Schwerpunkt der Psychosomatischen Abteilung
ist die Behandlung des
Burn out Syndroms. Das hat sich herumgesprochen,
und so kommen die meisten Patienten auf Empfehlung durch Bekannte oder
Kollegen.
„Mit
den Schülern komme ich gut klar, ich liebe meinen Beruf. Aber die
Kritik der Eltern hat mich geschockt und enttäuscht. Das hätte ich
nicht erwartet, wo ich mich doch so für die Schüler einsetze.“
berichtet eine 52-jährige Lehrerin aus einer reformpädagogischen
Schule. „Ich verstehe nicht, warum ich danach völlig
zusammengebrochen bin...“ fährt sie fort.
Eine
andere Kollegin, Mitte Vierzig, an einer Hauptschule, schildert ihre
Situation so: „Der Lärmpegel in meiner Klasse ist unerträglich. Ich
weiß nicht mehr, was ich tun soll, damit die Schüler sich besser auf
den Unterricht konzentrieren. Ich schlafe immer schlechter und habe
schon abends Angst vor dem nächsten Tag...“
Sie
kommen in die Habichtswaldklinik, um schnelle Hilfe in ihrer Not zu
finden und neue Perspektiven zu erarbeiten, wie die Arbeit nach den
Ferien besser weitergehen kann. Leider viel zu oft sind die PatientInnen
aber bereits an einem Punkt angekommen, wo nur noch die Frühpensionierung
eine Lösung verspricht.
In
der Psychosomatischen Abteilung der Habichtswaldklinik werden sie vor
allem in einer therapeutischen Gruppe behandelt. Diese Aufnahme in die
therapeutische Gemeinschaft erleben die meisten schon in den ersten
Tagen als das tragende Element ihrer Behandlung. Sie fühlen sich
verstanden von Menschen, die ähnliches erlebt haben, können sich in
einer hilfreichen Atmosphäre austauschen und neue Lösungen für den
Alltag finden. Gemeinsam geht es leichter...
Worauf
beruht der Erfolg der Burn out - Therapie in der Habichtswaldklinik?
Zum
einen findet eine intensive psychotherapeutische Behandlung statt.
Die/der persönliche TherapeutIn behandelt die PatientIn in Gruppen- und
Einzeltherapie. Zum therapeutischen Konzept gehört weiter Atem-, Körper-
und Kunsttherapie. In eng abgestimmter Teamarbeit fördern alle
Behandler gemeinsam neue Kraft- und Energiequellen beim Patienten. Doch
das geht nur, wenn die/der Betroffene selbst aktiv daran arbeitet. In
der Regel sind die Patienten der Habichtswaldklinik hoch motiviert, in
kurzer Zeit möglichst viel für sich zu erreichen.
Zum
andern wird dieses intensive Behandlung kombiniert mit einer umfassenden
Erholung und Entspannung: Massagen, Bäder, Dauerdusche, Entspannungsübungen
und Meditation. – Direkt vor der Kliniktür lädt der Bergpark
Wilhelmshöhe – der größte Europas – zu Spaziergängen ein. Die
benachbarte Kurhessentherme, die für die Patienten 5x/Woche inklusive
ist, bietet eine ausgedehnte Bade- und Saunalandschaft.
Nach
einer durchschnittlichen Behandlungszeit von 5 Wochen bei Burn out
Syndrom – für Psychosomatische Abteilungen sehr kurz – fahren die
meisten Patienten mit positiven Perspektiven und neuer Kraft wieder nach
Hause.
„Als
ich vor 4 Wochen hier völlig erschöpft ankam, hätte ich mir nicht träumen
lassen, dass ich jetzt wieder lachen kann und mich auf zu Hause freue.
Ich danke vor allem meiner Gruppe und meinen Therapeutinnen...“
verabschiedet sich die 52-jährige Lehrerin auf der wöchentlich
stattfindenden Vollversammlung.
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihr Manfred
Sigwart
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
Oberarzt in der Psychosomatischen Abteilung der Habichtswaldklinik

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Aktualisiert:
Juni 2010
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